• Bundes-Freiwilligen-Dienst
  • Aufklärung über psychische Erkrankungen

FREIA

23 Jahre, Mecklenburg-Vorpommern health & sports | creative & arts | fashion & beauty

Hi,

ich bin Freia, 23 Jahre alt und absolviere gerade einen Bundes-Freiwilligen-Dienst im Bereich Kultur.

Ich möchte mich dafür einsetzen, dass an Schulen junge Erwachsene, am besten als staatliche Maßnahme, mehr und besser über psychische Erkrankungen aufgeklärt werden. Als ich zur Schule gegangen bin wurden solchen Themen, wie Magersucht zwar hier und da mal angeschnitten, aber so richtig verstanden, was für ein Ausmaß und wie schwerwiegend sowas sein kann hat von uns damals keiner.

Da ich glaube, dass solche Erkrankungen in Zukunft immer relevanter werden, halte ich es für wichtig, dass der Staat vorbeugende Maßnahmen dafür einführt, da er ein Interesse an einer gesunden Gesellschaft hat.

Besonders jungen Menschen sollte gezeigt werden, wie vielfältig solche Erkrankungen sein können, dass sie ihre Probleme ernst nehmen und wo und wie sie Hilfe finden, damit sie sich nicht allein gelassen fühlen, besonders wenn das familiäre Umfällt vielleicht keinen Rückhalt geben kann.

Ich selbst bin an Anorexie und Bulimie erkrankt und hätte mir gewünscht, dass sowas in meiner Schulzeit (und das war eine Zeit, in der soziale Medien noch viel weniger Einfluss auf uns hatten) thematisiert worden wäre. Magersucht war für uns etwas super Abstraktes. Wir alle kannten zwar diese Bilder von super ausgezehrten Frauenkörpern, aber dass das eine Krankheit ist, die in erster Linie im Kopf statt findet, dass das äußere Erscheinungsbild eigentlich gar nichts über die innere Gefühlswelt einer Person aussagt und dass es auch viele andere Formen von Essstörungen gibt, das hat uns keiner gesagt.

Essstörungen sind natürlich nur eine Facette moderner psychischer Erkrankungen. Dass die Zahl der Betroffenen in Zeiten, wo Homeoffice, Homeschooling und das Auschecken des Instagramm-feeds zur Tagesordnung gehören, steigt, ist eine unbestreitbarer Fakt, zu dem es mittlerweile viele Studien gibt. Mir ist es daher eine Herzensangelegenheit zu verhindern, dass anderen jungen Menschen dasselbe widerfährt wie mir.

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