Dir gefällt dieser Artikel?
Dann teile ihn mit deinen Freunden!

Heutzutage spricht jeder von Selbstliebe. Irgendwie weiß aber kaum jemand, was tatsächlich hinter dem Begriff steckt oder wie diese Form der Liebe im Alltag gelebt werden kann. Dass die Thematik zunehmend in das öffentliche Bewusstsein rückt, ist trotzdem wichtig. Denn nur wenige Menschen können voller Überzeugung behaupten, sich wirklich selbst zu lieben. Stattdessen ist unsere Gesellschaft geprägt von Selbstzweifeln und Minderwertigkeitskomplexen, die in Zeiten der sozialen Medien scheinbar immer schlimmer werden. Schließlich wird einem überall die angeblich perfekte Welt und das angeblich perfekte Aussehen der anderen vor Augen geführt – und man selbst erscheint dadurch in einem immer schlechteren Licht. Vor allem in der Modelbranche kann es daher schwierig werden, sich diesen Oberflächlichkeiten zu entziehen; genau dann ist das aber umso wichtiger.

Den Fokus von außen nach innen lenken

Kaum eine Branche ist so sehr auf Äußerlicheiten bedacht wie die Modewelt. Bei der Arbeit als Model zählt schließlich fast nur euer Aussehen. Lange Zeit wurden Models darauf vollständig reduziert. Mittlerweile findet ein Umdenken statt und auch die „Personality“ der Models wird bei vielen Jobs immer wichtiger. Unterm Strich bedeutet die Arbeit als Model aber dennoch hohe Ansprüche an das eigene Aussehen zu haben, tagtäglich mit vielen schönen Menschen konfrontiert zu sein oder von der Agentur schwer zu verkraftende Kritik zu bekommen wegen einem Speckröllchen zu viel, wegen sich entwickelnder Cellulite oder wegen einem Pickel im Gesicht. Dinge, die absolut menschlich sind und eigentlich das eigene Selbstbewusstsein nicht trüben sollten. In der Theorie ist das aber leichter gesagt als getan. Selbiges trifft auf viele Frauen und Männer zu, die in anderen Branchen arbeiten, aber in ihrer Freizeit auf Social Media unterwegs sind oder schlichtweg ein sehr oberflächliches soziales Umfeld haben. Fakt ist nämlich, dass in der heutigen Gesellschaft der Fokus sehr stark auf Äußerlichkeiten liegt, aber genau darunter leiden immer mehr, vor allem junge Menschen. Wichtig ist also, diesen Fokus bewusst (wieder) umzulenken, um sich weniger auf Äußeres und mehr auf das innere Wohlbefinden zu konzentrieren.

Wahre Schönheit kommt von innen

Es ist erschreckend, wie viele Menschen heutzutage mit ihrem Aussehen unzufrieden sind und sich dadurch in ihrer Lebensqualität eingeschränkt fühlen. Das gilt sogar für Personen, die objektiv betrachtet zu den schönsten der Welt zählen – beispielsweise eben für Models oder Influencer:innen. Kaum jemand kann sich heutzutage noch dem gesellschaftlichen Druck nach Perfektion entziehen. Dabei sind es nicht die Äußerlichkeiten, die euch schlussendlich glücklich(er) machen, sondern die innere Verfassung. Wahre Schönheit kommt von innen, sagt man nicht ohne Grund, denn tatsächlich hat auch die Ausstrahlung großen Einfluss darauf, als wie attraktiv eine Person wahrgenommen wird. Perfektes Aussehen kann also unattraktiv wirken, wenn derjenige unglücklich und unsicher ist. Demgegenüber fällt der eine oder andere angebliche Makel überhaupt nicht auf, wenn ein Mensch durch seine Persönlichkeit fasziniert. Makel können dann sogar das liebenswerte Besondere an dieser Person sein. Es stimmt also, dass wahre Schönheit von innen kommt und Selbstliebe ist der erste Schritt auf diesem Weg. Das bedeutet nicht, euch nicht hübsch machen oder nicht auch auf Äußerlichkeiten Wert legen zu dürfen. Aber die inneren Werte sind viel wichtiger und sollten keinesfalls vernachlässigt werden. Model oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen oder Selbstliebe?

Es sind vor allem selbstbewusste Menschen, die gemeinhin als attraktiv gelten. Doch Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstliebe sind keine Synonyme. Ihr könnt selbstbewusst sein, ohne euch selbst zu lieben. Und ihr könnt euch selbst lieben, ohne Selbstvertrauen zu haben. Es handelt sich daher um Begriffe, die klar voneinander abgegrenzt werden müssen – damit ihr im nächsten Schritt an allen drei Zielen arbeiten könnt.

  • Selbstbewusstsein bedeutet, dass ihr euch eurer Selbst bewusst seid. Das schließt Achtsamkeit und eine gute Selbstkenntnis ein, sodass ihr eure Stärken sowie Schwächen realistisch einschätzen könnt. Selbstbewusstsein wird zudem assoziiert mit Selbstsicherheit, also keine oder nur geringe Zweifel daran zu haben, dass ihr schaffen könnt, was ihr euch vorgenommen habt. Eine gängige Definition lautet daher: „das Überzeugtsein von seinen Fähigkeiten, von seinem Wert als Person, das sich besonders in selbstsicherem Auftreten ausdrückt“.
  • Selbstvertrauen ist hingegen das Vertrauen „in die eigenen Kräfte und Fähigkeiten“. Viele Menschen hegen schließlich große Träume, beispielsweise bezüglich einer Karriere als Topmodel, aber zweifeln innerlich selbst daran, dass sie diese verwirklichen können. Mit Selbstvertrauen wisst ihr jedoch, dass ihr jede Herausforderung meistern werdet, die das Leben euch bringt.

Selbstliebe ist in beiden Fällen keine notwendige Grundlage. Sie ist sozusagen das höchste Ziel für jeden Menschen, denn nur sie befreit euch tatsächlich von Komplexen, Zweifeln & Co. Sie nimmt euch dadurch viele Sorgen ab und macht das Leben leichter sowie schlichtweg schöner. Selbstliebe bedeutet „sich selbst allumfassend anzunehmen“. Wer sich selbst liebt, kann daher auch die eigenen Schwächen, Niederlagen oder Makel akzeptieren, ohne sich dadurch in seinem Selbstwertgefühl angegriffen zu fühlen. Selbstliebe bringt dadurch quasi ganz automatisch mehr Selbstbewusstsein sowie Selbstvertrauen mit sich. Wenn ihr also an eurer Selbstliebe arbeitet, hat das zahlreiche positive Effekte auf euer Leben – vor allem innerlich. Das kommt eurer Attraktivität zugute, eurer Karriere (als Model) und eurem Lebensglück im Allgemeinen.

Tipps für mehr Selbstliebe

Die schlechte Nachricht lautet: Kaum ein Mensch wird mit einem hohen Maß an Selbstliebe geboren. Aber es gibt auch eine gute Nachricht, denn Selbstliebe kann jeder lernen. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein jahrelanger Prozess. Aber je früher ihr damit anfangt, desto früher kommt ihr ans Ziel und werdet sofort merken, wie euer Leben an Qualität gewinnt. Folgende Tipps helfen euch dabei:

  • Macht euch hübsch – für euch selbst!

Es ist nicht so, als würden Äußerlichkeiten bei der Selbstliebe keine Rolle spielen. Ihr dürft euch „hübsch“ machen, solltet ihr sogar, aber für euch selbst anstatt für andere Personen. Denn sich selbst zu pflegen ist ein gelebter Akt der Selbstliebe, sofern ihr dies aus den richtigen Beweggründen tut. Legt also regelmäßig einen Beauty-Tag ein und konzentriert euch dabei ganz auf euch sowie das, was euch guttut und gefällt. An Möglichkeiten mangelt es schließlich nicht, um euch zu verwöhnen und anschließend nicht nur schöner, sondern auch selbstbewusster sowie rundum wohler zu fühlen. Wenn ihr nämlich erkennt, dass ihr all das nur euch selbst zuliebe macht und modisch, beim Make-up, bei der Frisur, bei den verwendeten Pflegeprodukten & Co völlig frei nach dem eigenen Geschmack entscheiden dürft, steigert das unmittelbar euer Selbstwertgefühl und damit auch die Selbstliebe.

  • Schreibt auf, was ihr an euch liebt!

Eine weitere Routine, die einen festen Platz in eurem Alltag finden sollte, ist eine spezielle Art von Tagebuch. Macht es zur Gewohnheit, einmal täglich aufzuschreiben, was ihr an euch liebt. Das dürfen Äußerlichkeiten sein, aber auch persönliche Eigenschaften, erzielte Erfolge & Co. Zu Beginn wird es euch vielleicht schwerfallen, doch mit der Zeit listet ihr automatisch immer mehr Punkte auf und erkennt dadurch eure liebenswerten Seiten, die bislang vielleicht nur von anderen entdeckt wurden.

  • Lernt endlich, Grenzen zu setzen!

Viele Menschen richten ihr Leben vor allem „den Anderen“ zuliebe aus. Das gilt für ihr Aussehen, für ihre Freizeitbeschäftigungen, für ihre Worte und viele weitere Belange. In Zukunft solltet ihr euch jedoch stets fragen, für wen ihr das tut, was ihr tut. Merkt ihr also, dass euch gewisse Dinge nicht guttun, müsst ihr lernen, Grenzen zu setzen. Ihr selbst, euer Wohlbefinden, eure Gesundheit und eure Moral sollten stets an oberster Stelle stehen. Sobald ihr das begriffen habt, wächst auch die Selbstliebe. Lernt also häufiger „Nein“ zu sagen – und zwar ohne schlechtes Gewissen.

  • Hört auf, euch zu vergleichen!

Der letzte Tipp ist vor allem, aber nicht nur, bei der Arbeit als Model oder in sozialen Netzwerken wichtig: Sich zu vergleichen, führt unweigerlich zu Selbstzweifeln. Jeder Mensch ist schließlich individuell und es wird immer jemanden geben, der etwas besser kann als ihr oder der scheinbar perfekter ist. Doch ebenso habt ihr Eigenschaften und (optische) Merkmale, die euch auszeichnen und für die andere Personen euch beneiden. Hört also endlich auf, euch zu vergleichen, dann werdet ihr unmittelbar merken, wie eure Selbstliebe und damit auch eure Lebensqualität steigt.

 

 

Bild 1: Photo by Jackson David on Unsplash

Bild 2: Adobe Stock, © Drobot Dean / 288861194

Bild 3: Adobe Stock, © stockbusters / 356590697

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unsere Partner
Immer die aktuellsten Infos in unserem kostenlosen Newsletter!