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Gesehen werden ist im Internet alles. Egal, wie gut deine Idee oder wie interessant deine Persönlichkeit ist: Wenn sie niemand sieht, hast du nichts davon. Wir zeigen dir deswegen einige einfache, aber wirkungsvolle Tipps, um deine Reichweite im Internet generell und in sozialen Netzwerken deutlich zu steigern.

Das Hashtag-Dilemma

Bei der Auswahl der Hashtags – etwa auf Instagram – kommen wir schnell in Versuchung, so viele Hashtags wie möglich auszuwählen. Viel hilft viel! Das stimmt jedoch leider nicht. Viel effektiver ist es, nur genau die Hashtags auszusuchen, welche für deinen Content relevant sind. Hashtags wie #leben oder #freunde mögen zwar zutreffen – aber sie treffen eben auf gefühlte 90 % aller Posts zu. Das heißt, dass du in einer großen Masse untergehst und keine Beachtung findest.

Überlege dir daher genau, was die Kernaussage deines Posts ist. Anschließend wählst du Hashtags aus, die möglichst exakt dazu passen. Dies wird dir dabei helfen, eine Community aus Followern aufzubauen, die wirklich an dir und deinen Posts interessiert ist. Du wirst später also eher 1.000 sehr treue Follower haben anstatt 10.000 Personen, die nur hin und wieder mal vorbeischauen. Warum? Weil diese loyalen Follower sich sicher sein können, dass sie bei dir immer genau die richtigen Inhalte finden. Langfristig ist das viel mehr wert als eine große Horde an nur beiläufig interessierten Communitymitgliedern.

Content, Content, Content

„Tricks“ wie die Sache mit den Hashtags funktionieren zwar, aber am wichtigsten ist noch immer dein Content. Du solltest aufpassen, auf keinen Fall belanglose Inhalte zu präsentieren. Poste Content, der zum Nachdenken und damit zur Diskussion anregt. Nutzt du Instagram, könntest du eine kurze Story präsentieren, in der du am Ende eine Frage stellst – beispielsweise mit dem Fragen-Sticker.

Damit haben deine Follower anschließend Futter, um diskutieren zu können. Achte auch hier darauf, die Fragen interessant zu gestalten. „Was ist eure Lieblingsfarbe“ ist nicht unbedingt eine Frage, die zu großen Diskussionsrunden einlädt. Besser sind Dinge wie: „Was haltet ihr vom Klimawandel und wie können wir ihn am besten umkehren?“ Besteht deine Zielgruppe aus Menschen, die diese Frage interessiert, hast du jetzt den Grundstein zur Auseinandersetzung mit deinem Content gelegt.

Überlege dir also vor dem Upload deiner Inhalte, ob dieser neue Inhalt wirklich relevant ist. Du hast Zweifel? Dann weg damit. Menschen lieben Dinge, die interessant sind und vergessen alles, was belanglos ist, nach kurzer Zeit. „Klasse statt Masse“ sollte der rote Faden sein, der deinen Content zusammenhält.

Regelmäßigkeit und Online-Aktivität

Eine Frau mit Kopfhörern sitzt an ihrem Schreibtisch.

Die größten Social-Media-Kanäle sind die, auf denen immer etwas los ist. In privaten Kanälen ist es in Ordnung, wenn du nur hin und wieder etwas veröffentlichst. Hast du höhere Ambitionen, musst du Regelmäßigkeit und Aktivität beweisen.

Das heißt: Veröffentliche etwas zu festen Zeiten, vielleicht drei Mal pro Woche an denselben Wochentagen zu etwa derselben Uhrzeit. Deine Follower wissen, dass sie sich auf etwas freuen können und wissen, was sie zu erwarten haben. Du wirst zu einem festen Bestandteil in ihrem Tagesablauf. Dies ist die beste Methode, um Personen langfristig an deine Persönlichkeit zu binden.

Außerdem belohnen Plattformen wie Instagram dich, wenn du aktiv bist, während du gerade Content postest. Das heißt: Nicht gleich die App schließen, sondern weitermachen, andere Posts kommentieren und liken, dich mit den Antworten in deinen Kommentaren auseinandersetzen. Dies wird deine Reichweite beträchtlich erhöhen, denn es wird deutlich, dass du jemand bist, für den es sich lohnt, überhaupt den Follow-Button anzutippen.

Abwechslung statt Aktivität

Menschen lieben Dinge, die ihre Erwartungen unterwandern. Deswegen mögen wir beispielsweise Melodieveränderungen in Musik – denn immer nur dieselbe Tonfolge wird schnell langweilig (und ist einer der Gründe, warum Popsongs kaum länger als drei Minuten dauern).

Dieses Wissen kannst du für deine Reichweite im Internet nutzen. Instagram etwa bietet dir viele unterschiedliche Tools, mit denen du arbeiten kannst. Du könntest einfach ein Bild und eine Beschreibung hochladen – oder ein kurzes Video oder eine komplette Story. Indem du immer wieder veränderst, was du zeigst und präsentierst, spielst du mit den Erwartungen deiner Follower. Sie wissen nie genau, was sie als nächstes zu erwarten haben, und sind entsprechend neugierig.

Dies verlangt dir ein wenig Spontanität ab, da „erzwungene Abwechslung“ selten gut funktioniert. Veröffentliche einfach das, was dir gerade in den Kopf kommt, um die Authentizität hinter deinem Content nicht zu verlieren.

Zielgruppenanalysen - langweilig, aber...

Eine Frau nimmt sich im Fitnessstudio beim Training mit dem Handy auf.

Nicht alles lässt sich mit bunten Bildern und den richtigen Hashtags lösen. Manchmal ist es notwendig, dass du deine Zielgruppe analysierst. Dies kann dir viele Vorteile bringen:

1. Sei dann aktiv, wenn auch deine Community aktiv ist. Sprichst du ein jugendliches Publikum an, das nachmittags und abends aktiv ist, aber vormittags in der Schule sitzt, solltest du deinen Content dementsprechend nicht vormittags veröffentlichen. Teile die Inhalte dann, wenn deine Follower ohnehin gerade Zeit haben und sich mit dir auseinandersetzen können.

2. Durch Instagram Insights erfährst du recht viel über die demografische Zusammensetzung deiner Follower. Du lernst beispielsweise, welches Geschlecht stärker repräsentiert ist. Auch das kannst du nutzen: Ist deine Zielgruppe überwiegend weiblich, solltest du wahrscheinlich Inhalte präsentieren, die vor allem Mädchen und Frauen ansprechen. Ist die durchschnittliche Nutzungszeit sehr kurz, kommen Bilder besser an als Videos.

Mit wachsender Reichweite kannst du sogar andere Zeitzonen in Betracht ziehen. Bist du international bereits bekannt, könntest du die Veröffentlichung von Inhalten in die passenden Stunden in den USA oder Asien verlegen – je nach Zielgruppe.

Plattformen: mehr ist (meist) besser

Bist du auf mehr Plattformen vertreten, vergrößert sich automatisch die potenzielle maximale Nutzermenge für deinen Content. Sprichst du nur Instagram an, entgehen dir eventuelle Follower, die nur auf Twitter, Snapchat oder YouTube vertreten sind. Oft lassen sich die Dienste auch gut miteinander verknüpfen: So könntest du auf Twitter bekanntgeben, dass du gleich für eine Stunde bei Instagram live bist.

Zu bedenken ist aber, dass die Pflege zahlreicher Plattformen enorm aufwendig ist. Dies kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, sodass du bald Hilfe gebrauchen könntest (dazu mehr im nächsten Tipp). Außerdem könnte es sein, dass du dein Angebot zu dünn über alle denkbaren Plattformen verteilst und deine Kernplattform dafür vernachlässigst. Diese Gratwanderung ist nicht einfach und verlangt Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Ebenso kann es nicht schaden, unergiebige Plattformen einfach links liegen zu lassen. Kommt über YouTube kaum Interaktion mit deinem Publikum zustande, gibt es keinen Grund, dort Arbeit in Videos zu investieren.

Engagiere die Profis

Der letzte Schritt für mehr Reichweite kommt eher in Frage, wenn du bereits recht erfolgreich unterwegs bist, dir die Sache Spaß macht und du nun alles aufs nächste Level heben willst. Dann geht es nämlich um professionelles Influencer-Marketing. Denn: Du wirst es ab einer bestimmten Größe nicht mehr schaffen, Inhalte zu produzieren und gleichzeitig alles zu managen. Du würdest 16 Stunden am Tag arbeiten und irgendwann mit einem Burnout in einer Arztpraxis sitzen.

Professionelle Agenturen nehmen dir als Influencerin daher sehr viel Arbeit ab. Inhalte produzierst du noch selbst, aber alles andere, um deine Kanäle weiter wachsen zu lassen, übernehmen die Profis der Agentur. Dies wird dir viele Stunden am Tag schenken und dich davor bewahren, dich zu überarbeiten. Die Kosten bezahlst du einfach aus deinen gestiegenen Einnahmen durch die höhere Reichweite.

Falls du gerade erst in dieses Business einstiegen bist, solltest du es allerdings langsam angehen lassen. Die meisten angehenden Influencerinnen sind am Anfang noch interessiert dabei, aber merken nach einigen Monaten, dass diese Sache vielleicht doch nichts für sie ist. Eine Agentur für Influencer-Marketing solltest du erst dann engagieren, wenn du dir sicher bist – und dann kannst du voll durchstarten.

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