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Sich als etwas ausgeben, was man nicht ist

Habt ihr schon einmal von Pinkwashing gehört? Pinkwashing hat etwas mit der LGBTQIA+-Community zu tun. Für das Verständnis klären wir zunächst, was LGBTQIA+ meint. 

LGBTQIA+

In Deutschland ist jeder Mensch frei, seine sexuelle Orientierung und Identität auszuleben. Das Gesetz schützt lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, transsexuelle, intersexuelle und aseuxuelle Menschen, also die LGBTQIA+ Community. Dennoch sind Mitglieder dieser Gemeinschaft immer noch mit Anfeindungen und Diskriminierung durch einige Menschen in der Gesellschaft konfrontiert. Im Juni findet der offizielle Pride Month statt, bei dem der selbstbewusste und damit stolzen Umgang mit der eigenen sexuellen Identität zelebriert wird.

L für lesbian
G für gay
B für bisexual
T für transgender →  Personen die sich nicht, oder nicht nur, mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.
Q für queer → alle von der Heteronormativität (= Heterosexualität gilt als gesellschaftlich “normale” Form der Sexualität) abweichenden Rollen und Identitäten, sowie Forderungen zur Abschaffung gängiger Rollenklischees
I für intersex →  Personen, die sich nicht eindeutig durch die GEschlechtschromosomen, Geschlechtsorganen oder Geschlechtshormonen zu den Geschlechtern Mann oder Frau zuornen lässt
A für asexual →  Spürt keine sexuelle Anziehung zu anderen
+ für Menschen, die die Community unterstützen
Pinkwashing

Das Pinkwashing bezeichnet eine gewisse Heuchelei, bei der Menschen oder Unternehmen vermeintlich LGBTQIA+ freundlich sind, aber lediglich nur so tun, um etwas für sich selbst zu gewinnen. So sollen diese Menschen oder Unternehmen tolerant und modern wirken. Häufig betreiben Unternehmen Pinkwashing, um ihre Produkte zu bewerben und so den Umsatz zu steigern.

Der Hintergrund

Pinkwashing wurde zunächst in einem anderen Zusammenhang geprägt: Mit einer Rosa Schleife, dem Symbol für Engagement gegen Brustkrebs, warben verschiedene US-amerikanische Kosmetik- und Pharmafirmen auf ihren Produkten, obwohl sie im Verdacht standen, mit den Produkten Krebs auszulösen. So sahen Kritiker:innen ein Paradoxon in der Marketingstrategie, da die Schleife nicht als ernster Ausdruck des Engagements genutzt wurde, sondern vielmehr als Marketinginstrument. Mittlerweile lässt sich der Begriff Pinkwashing nicht nur in diesem Zusammenhang anwenden, sondern auch in vielen weiteren Bereichen. 

Doch etwas Positives am Pinkwashing?

Obwohl viele Unternehmen Pinkwashing betreiben, hat es einen kleinen Nebeneffekt, der zu mehr Sichtbarkeit der LGTBQIA+ Community führt. So setzten sich auch Menschen mit der Community auseinander, die eventuell vorher noch keine Berührungspunkte hatten. Dennoch ist zu sagen, dass Unternehmen nicht nur während des Pride Months dafür werben sollten, dass sie LGBTQIA+ freundlich sind, nur um ihren Umsatz zu stärken. Es ist wichtig, auch unabhängig von irgendeiner Marketingstrategie die Unterstützung deutlich zu machen. 

Jeder darf sein, wer er will, und lieben, wen er möchte – und das immer. Das sollte eigentlich völlig normal sein und doch sieht es in der Realität anders aus. Deswegen ist es wichtig, auf die Community aufmerksam zu machen und diese zu unterstützen. 

Falls ihr Fragen rund um das Thema Pinkwashing oder zur LGTBQIA+ Community habt, dann scheut nicht davor zurück. Es ist immer besser, sich zu informieren und weiterzubilden als weiter in seiner Bubble zu leben. Fragen könnt ihr auch gerne unserer Vize Miss Germany 2020/2021 Katharina Wohlrab (@katharina.wohlrab) stellen, die sich vor allem mit ihrem eigenen Podcast sehr intensiv mit der Thematik auseinandersetzt und auch auf ihren Social Media Kanälen zur Aufklärung beiträgt!

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