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Stichwort „Gender Pay Gap“

Der Begriff Gender Pay Gap sollte jedem bekannt sein. Der Gender Pay Gap meint eine Differenz des Bruttostundenverdienstes zwischen Männer und Frauen.

Auch im Sport gibt es diese Differenz. Bei wohl kaum einer anderen Sportart unterscheiden sich die Gehälter so sehr, wie beim Fußball. Im Schnitt verdienen deutsche Bundesligaspielerinnen etwa 39.000 Euro im Jahr. Die männlichen Kollegen verdienen bereits in der dritten Liga jährlich im Durchschnitt 120.000 Euro – das ist fast dreimal so viel wie Frauen, die in der ersten Bundesliga!

Die Gehälter von Spielern wie Robert Lewandowski, mit einem geschätzten jährlichen Gehalt von fast 15 Millionen Euro, oder aber Manuel Neuer mit einem ähnlich hohen Gehalt, sind nicht gleichzusetzten mit denen der weiblichen Kolleginnen der Bundesliga.

Die Zahlen aus den vergangenen Jahren zeigten außerdem, dass Frauen bei einem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft nur ein Viertel des Siegergeldes der Männer bekommen. Würden die deutschen Spielerinnen die WM gewinnen, so erhielte jede Spielerin 75.000 Euro. 2018 hätte jeder männliche Spieler bei einer erfolgreichen WM 350.000 Euro verdient.

Auch in anderen Sportarten sieht es ähnlich aus. Beim Handball besteht ebenfalls eine Ungleichverteilung des Gehalts aufgrund des Geschlechtes. Männliche Handball-Nationalspieler können sehr gut von diesem Sport leben. Ein jährliches Gehalt in Höhe von 500.000 Euro ist keine Seltenheit. Handballerinnen hingegen können alleine durch den Verdienst als Handball-Spielerin nicht von dem Sport leben. Eine hauptberufliche Karriere als Frau im Handball ist somit nahezu unvorstellbar, weswegen viele Handballerinnen ein weiteres berufliches Standbein benötigen. Auch Erfolge werden im Handballsport unterschiedlich vergütet: 2017 erhielt das gesamte Frauen-Nationalteam eine Titelprämie in Höhe von 120.000 Euro. Bei den Männern waren es im selben Jahr in der Endrunde insgesamt 450.000 Euro.
Aber nicht jede Sportart hat ein Gender Pay Gap. So erhalten sowohl Männer als auch Frauen dieselbe Vergütung bei den vier Grand-Slam-Turnieren im Tennis. Gewinner/innen beim Turnier in Wimbledon erhalten 2,5 Millionen Euro Siegprämie, ganz unabhängig vom Geschlecht.

Wie stehst du zu diesem Thema? Oder hast du bereits diesbezügliche Erfahrungen gemacht? Lass uns und andere Frauen mit dem Hashtag #letsMG teil an deiner Geschichte haben.

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