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Das Umdenken in den sozialen Medien

Heutzutage verbringen wir immer mehr Zeit auf Social Media Plattformen – die visuelle Selbstdarstellung auf Instagram und Co. führt dazu, dass wir uns mit unerreichbaren Idealen und einer scheinbaren Realität vergleichen, welche nur selten dem wahren Leben entspricht. 

Was es mit Schönheitsidealen auf sich hat, kannst du übrigens hier nachlesen: 

Schönheitsideale

Instagram ist eine visuell-getriebene Plattform, bei der Creator:innen Bilder und Videos posten. Man kennt es doch selbst: Selten veröffentlicht man ein Bild von sich, auf dem nicht alles perfekt erscheint. Einige helfen bei der Bearbeitung der Bilder mit diversen Programmen nach und formen den eigenen Körper zur vermeintlichen Perfektion um. Hier ein wenig Bauch weg, da ein bisschen vollere Lippen und schon wird ein Bild gepostet, das wenig mit der eigentlichen Realität gemeinsam hat. Zum Teil ist das Aussehen für viele Creator:innen ihr Kapital, denn durch das Hochladen der Bilder und Videos, die häufig mit ansprechender Ästhetik verbunden sind, verdienen manche ihr Geld. Daher ist es kaum verwunderlich, dass hin und wieder etwas nachgeholfen wird. Viele Menschen empfinden dadurch jedoch großen Druck, dem auf Social Media präsentierten und utopischen Idealen zu entsprechen. 

Die Aktivistin und Influencerin Louisa Dellert  (@louisadellert) hat daher den Hashtag #fürmehrRealitätaufInstagram ins Leben gerufen. Sie möchte, dass sich Menschen selbstbewusst und ungeschönt zeigen und das ganz ohne Photoshop. Louisa sagt über sich selbst, dass auch ihr Bauch nicht 24 Stunden am Tag flach wie ein Brett aussehen kann. Und genau damit will sie einem verzerrten Weltbild entgegenwirken und Frauen zeigen, dass sie sich nicht hinter Filtern auf Instagram verstecken müssen.

Aber nicht nur Louisa Dellert setzt sich für mehr Realität ein. Viele weitere Frauen setzen sich ebenfalls dafür ein. Unter anderem ruft unsere Miss Berlin 2020, Maya Jolina Lu Wicht (@mayajolina), zu mehr Selbstliebe auf, indem sie Bilder ihres Körpers in unterschiedlichen Posen auf Instagram veröffentlicht. Maya schreibt: 

„Bitte reduziere deinen 97 cm Hüftumfang auf 88 cm! 90 cm sind auch ok – die zwei cm können wir auch noch wegretuschieren“. Diesen Satz habe ich in meiner Karriere von zu vielen Model-Agenturen gehört. Hätte ich keinen Beistand von meiner Familie gehabt, hätte ich mit 15 gedacht, dass sei ok und ich müsste mich abmagern. Auch hier auf Instagram hätte ich zu der Zeit kein Vorbild, kein reelles Model gefunden, welches mir Selbstbewusstsein für meinen eigenen Körper gibt.
Heute möchte ich jungen Menschen, welche durch die Modeindustrie und den sozialen Medien verunsichert werden, die Motivation geben, zu ihrem Körper zu stehen. Es gibt kein zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn – dein Körper ist dein eigener. Du darfst und solltest dich wohlfühlen, egal wie du aussiehst – und dich keineswegs von surrealen Idealbildern beeinflussen lassen! You are perfect just the way you are!“

Wie versucht ihr der scheinbaren Realität und den damit verbunden Idealen auf Instagram entgegenzuwirken?

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