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Das Eris-Prinzip

Diskriminierung im Beruf hat viele Gesichter. Benachteiligung aufgrund des Geschlechtes, der Herkunft, der Religion, der sexuellen Orientierung oder aus anderen Gründen ist leider keine Seltenheit. So erfahren Frauen beispielsweise häufig Diskriminierung bei der der Bezahlung – Stichwort Gender Pay Gap!

Laut „The Workforce View in Europe 2018“ fühlte sich bereits jede Dritte schon einmal im beruflichen Kontext unfair behandelt.

Für den einen mag es eine lustige Bemerkung am Rande sein, während es für den anderen aber diskriminierend und verletzend wirkt.

Hast du schon einmal von dem Eris-Prinzip gehört?

Eris ist die Göttin der Zwietracht. Mit ihr wird vor allem die Hinterlistigkeit in Verbindung gebracht. Denn eines Tages warf sie einen Apfel in einen Raum, in dem sich die drei Göttinnen Aphrodite, Hera und Athene befanden. Auf dem Apfel war vermerkt, dass dieser der Schönsten der drei gehören solle.  Wie es das Schicksal oder in diesem Falle Eris so wollte, entbrannte ein heftiger Streit zwischen den drei Göttinnen, der letztendlich zu Gunsten von Aphrodite entschieden wurde. Dieses hinterlistige Verhalten findet sich auch häufig in unserer Gesellschaft wieder, denn sicherlich kommt dir das Verhalten von Eris bekannt vor. „Hast du gesehen, was die anhat?!“ oder aber vermeintlich simple Bemerkungen wie „Jeder Gang macht schlank“ – Frauen können teilweise wirklich fies zueinander sein.

Sollten wir einander nicht unterstützen und zusprechen als uns gegenseitig runterzumachen und schlecht nachzureden? Warum haben wir das ständige Gefühl, mit anderen Frauen in Konkurrenz zu stehen und uns vergleichen zu müssen? Gar nicht mal so einfach, wenn man bedenkt, dass beliebte Kindheitsmärchen durch Sprüche wie „Wer ist die Schönste im ganzen Land“ anfangen und uns suggerieren, dass es nur ein optisches „schön“ gibt. Die Energie, die wir verwenden, um anderen zu Gefallen, sollten wir vielmehr nutzen, um uns mit anderen Frauen zu solidarisieren und gegenseitig zu unterstützen. Gönnt einander den Erfolg, denn durch Missgunst und Hinterlistigkeit wird das Leben nicht einfacher und du als Person nicht glücklicher. Freust du dich nicht, wenn du eine nette Bemerkung oder ein schönes Kompliment von deinen Kolleginnen bekommst?!

Falls du aber Diskriminierung am Arbeitsplatz bemerken solltest, gibt es das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), welches Diskriminierung und Benachteiligung regulieren soll. „Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen“.

Hast du bereits Diskriminierung am Arbeitsplatz erfahren und wie bist du gegebenenfalls damit umgegangen? Lass uns und vor allem andere Frauen mit dem Hashtag #letsMG an deiner Geschichte teilhaben, damit sie von deiner Erfahrung lernen können. Gerne kannst du uns auch eine Direktnachricht schreiben, wenn dir das Thema zu privat ist!

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