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Ihr liebt es, eine gute Gastgeberin zu sein und Freunde und Bekannte einmal so richtig zu verwöhnen. Prima, gesellige Abende sind definitiv ein Stück Lebensqualität. Nichts geht über die Erinnerung an wunderbare, lustige gemeinsame Stunden. Die Anlässe hierfür können höchst unterschiedlich sein. Vielleicht hat gerade jemand sein Examen an der Uni bestanden, einen tollen neuen Job bekommen oder erwartet das erste Kind. Im Übrigen muss aber kein besonderer Grund für ein nettes Beisammensein bestehen.

Wie präsentiert ihr euch nun als eine galante Gastgeberin, die eine tolle Feier ausrichtet? Mit ein paar einfachen Tipps stellt ihr sicher, dass jeder gemütliche Abend zum vollen Erfolg wird.

Mit einer netten Einladung fängt alles an

Ihr habt es sicher schon geahnt: Wenn ihr ein tolles Fest, ob klein oder groß, feiern wollt, kommt schon der Einladung eine besondere Bedeutung zu. Sicher müsst ihr nicht für jedes kleines Beisammensein eine formale Einladung verschicken. Aber auch, wenn es nur um ein nettes Abendessen oder einen Grillabend geht, lohnt es sich, kurz Bescheid zu geben, wann ihr starten wollt und, dass für alle Bedürfnisse gesorgt ist.

Geht es um größere Anlässe, ist es durchaus eine schöne Geste, formale Einladungen zu verschicken. Hier könnt ihr zum Beispiel auch vermerken, ob es einen Dresscode gibt, was gefeiert wird und an welchem Ort zu welcher Uhrzeit das Ganze stattfinden soll. So fühlen sich eure Gäste gewürdigt, persönlich angesprochen und haben – idealerweise – keine offenen Fragen mehr.

Ein guter Wein...mit Stil geöffnet!

Nichts geht über einen leckeren Wein, Prosecco oder Sekt. Sofern ihr nicht gerade auf Alkohol verzichten wollt, ist eine edle Weinflasche immer eine prima Idee. Seid ihr party-erprobt, habt ihr vermutlich ohnehin ein kleines Weinregal. Für alle anderen gilt: nicht das billigste kaufen. Setzt auf jeden Fall auf gute Qualität.

Da Flaschen verschiedene Korken und Öffnungsmechanismen haben können, macht euch am besten im Vorhinein damit vertraut. So gibt es beispielsweise Stöpsel aus Wachs, Kork oder Plastik, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Macht euch also kundig, wie ihr den bestmöglichen Auftritt beim Flaschenöffnen hinlegen könnt. Sollte alles schiefgehen, gibt es sicher einen eurer Gäste, der gerne weiterhilft.

Tisch-Knigge

Wer eine feste Sitzordnung anstrebt, kann beim Tischdecken mit Namenskärtchen arbeiten. Achtet darauf, das passende Besteck für euer Gericht auszulegen. Für eventuelle Kerne und Abfälle sollten leere Schälchen bereitstehen.

Habt ihr gut eingedeckt, bietet ihr euren Gästen die Chance, gute Tischmanieren an den Tag zu legen. Der wichtigste Tipp für Gastgeberinnen ist es übrigens, beim Essen mit am Tisch zu sitzen und nicht noch irgendetwas vorzubereiten.

Lernt die Präferenzen eurer Gäste kennen

Wollt ihr richtig gute Gastgeberinnen sein, dann steckt eure persönlichen Vorlieben zurück und fokussiert euch auf die Gäste. Hierbei steht vor allem die Frage nach Nahrungsmittelpräferenzen und -unverträglichkeiten im Mittelpunkt. Nichts wäre unglücklicher, als dass eure Liebsten das Abendessen aufgrund einer Allergie nicht anrühren können. Erkundigt euch daher unbedingt, ob ihr Allergien, Unverträglichkeiten oder Aversionen gegen bestimmte Lebensmittel zu erwarten habt. Im Regelfall lässt sich dann ein Abendessen kreieren, mit dem alle Anwesenden zufrieden sind.

Andersherum gilt natürlich auch: Wenn ihr wisst, dass eure Gäste ein bestimmtes Gericht besonders gerne essen, habt ihr einen Anhaltspunkt dafür, was kulinarisch gut ankommen könnte.

Auch, wenn ihr versuchen wollt, euch auf die Wünsche der anderen zu konzentrieren, müsst ihr euch selbst natürlich nicht außer Acht lassen. Eure eigenen Neigungen sollten selbstverständlich ebenfalls in die Auswahl des perfekten Menüs mit einfließen.

Essen und Getränke auf Vorrat bereithalten

Sicher, ihr habt minutiös geplant, wie viele Leute kommen und entsprechend eingekauft. Als gute Gastgeberinnen seid ihr aber immer auch auf ungeplante Eventualitäten vorbereitet. Zu diesen können zum Beispiel ungeplant auftauchende Gäste oder ein Fauxpas beim Zubereiten eures angedachten Gerichtes gehören.

Sorgt daher dafür, dass ihr immer etwas zu essen auf Vorrat habt. Kleine Snacks wie Brot, Chips, Obst, Gemüse und Dips reichen hier meist schon aus. Hauptsache, euer Besuch muss nicht hungern. Dies könnte nämlich durchaus die Stimmung negativ beeinflussen.

Vergesst nicht, selbst an eurer Feier teilzunehmen

Die Organisation einer gelungenen Party – sei diese nun klein oder groß – erfordert jede Menge Hingabe, Mühe und Planung. Kein Wunder, dass ihr vermutlich auch am großen Tag selbst viel beschäftigt seid und in eurer Wohnung von A nach B wuselt. Schließlich will alles wohl organisiert sein.

Vergesst hierüber aber nicht, dass ihr auch Teil des Events seid. Wenn ihr die ganze Zeit in der Küche kocht, dekoriert und putzt, hat euer Besuch sehr wenig von eurer Gesellschaft. Halst euch daher nicht zu viel Arbeit auf, damit noch genügend Zeit zum Quatschen und Spaß haben bleibt.

Niemand erwartet von euch, dass ihr euch als devote Küchenfee präsentiert. Gebt daher im Zweifel lieber einem leicht zu kochenden Gericht den Vorzug, damit ihr nicht so viel Zeit in der Küche braucht.

Eine einladende Atmosphäre schaffen

Ein bisschen heimelig sollte es sich für Besuch bei euch zu Hause schon anfühlen. Macht es daher ein wenig gemütlich. Sorgt zum Beispiel für ausreichend Sitzgelegenheiten wie Sofas, Hocker und Stühle. Gerade eine Couch bietet im späteren Verlauf des Abends Vorteile, wenn die ersten Gäste müde werden. Im Winter solltet ihr außerdem auf eine gute Beheizung achten, damit niemand friert.

Je nach Geschmack können auch Deko-Elemente hinzukommen. Luftgirlanden oder Ballons machen sich zum Beispiel an Geburtstagen gut. Achtet darauf, dass eure Deko zum Anlass passt.

Gäst:innen freundlich wieder loswerden

Ein schöner Abend geht zu Ende, ihr habt eine Horde Betrunkener zu Hause und niemand will so recht nach Hause gehen? Auch dieses Szenario ist routinierten Gastgeberinnen nicht fremd. Ihr habt euch gerne und mit großer Freude um das Wohlbefinden eures Besuchs gekümmert, aber manchmal ist es an der Zeit, die eigene Privatsphäre wieder einzufordern. Überlegt euch dann, wie ihr eure Liebsten stilvoll, freundlich und bestimmt wieder loswerdet.

Manchmal hilft es zum Beispiel, einfach die Musik auszumachen, damit alle merken, dass die Party nun zu Ende geht. Ein anderes Mal mag mehr Überzeugungsarbeit nötig sein. Im Zweifel könnt ihr zum Beispiel eure eigene Müdigkeit bekunden und schon einmal abräumen. Findet freundliche Worte zum Abschied und betont noch einmal, wie wunderschön das Beisammensein war.

Musik, Gesellschaftsspiele und Co.

Vielleicht seid ihr mit eurem Besuch bei netten Gesprächen und einem stilvollen Essen völlig ausgelastet und benötigt keine zusätzliche Unterhaltung. Für den Fall, dass sich aber doch einmal eine unangenehme Ruhe der Langeweile einschleicht, solltet ihr einen Backup-Plan fürs Entertainment parat haben.

Je nach Geschmack könnt ihr zum Beispiel bereits beim Abendessen dezent Musik im Hintergrund lassen. Sprecht eure Gäste gerne bezüglich ihrer Musikvorlieben an.

Auch Karten- oder Gesellschaftsspiele können zur Unterhaltung beitragen. Mit Sicherheit sind sie nicht immer jedermanns Sache, aber für den Fall der Fälle sollten sie griffbereit sein. So könnt ihr bei Langeweile mit Spielen frischen Wind in den Abend bringen.

Gesellschaftsspiele mit Freund:innen

Entspannt, gelassen und aufmerksam

Den Knigge einer stilvollen Gastgeberin zu beherrschen ist also gar nicht so schwierig und die oberste Prämisse sollte immer sein, sich genau auf die Menschen einzustellen, die kommen – ihr kennt eure Gäste schließlich am besten. Bereitet ihr euch dann noch gut vor und bleibt auch bei Problemen gelassen, steht einem unvergesslichen Beisammensein nichts mehr im Wege.

Ein kleines Abschiedsgeschenk als Erinnerung

Zugegeben, dieser Tipp eignet sich vor allem bei größeren Anlässen wie Hochzeiten oder Weihnachtsfeiern. Ein kleines Abschiedsgeschenk wird auf jeden Fall für ein warmes Lächeln zum Abschied sorgen. Hier reichen kleine Gesten völlig aus. In der Weihnachtszeit eignet sich zum Beispiel eine Tüte mit Plätzchen. Etwas Selbstgemachtes zeigt, dass ihr euch ganz besonders viel Mühe für euren Besuch gegeben habt.

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